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"Die Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts"

Pferdekrankheiten – Sommerekzem beim Pferd von Dr. med. vet. Petronilla Wimmer

14. Juli 2014

http://www.equimondi.de/magazin/pferdegesundheit/pferdekrankheiten/149-sommerekzem/236-sommerekzem-em4you

Das Sommerekzem (SE) kommt grundsätzlich bei allen Pferderassen vor, wobei die Häufigkeit zwischen den verschiedenen Zuchten und Populationen zwischen 2 % und 60 % schwankt. Besonders oft davon betroffen ist das Islandpferd und es damit das häufigste Objekt von Studien zu dieser Erkrankung.

Das SE kann in jedem Alter auftreten und wird relativ häufig bereits bei jungen Pferden (2. und 3. Lebensjahr) festgestellt. 70% der betroffenen Tiere erkranken innerhalb der ersten 4 Jahre. Selten jedoch im ersten Lebensjahr.

Bei aus Island eingeführten Pferden erkranken durchschnittlich 42 % bereits im ersten Jahr nach dem Import. Je älter die Tiere beim Import waren, um so kürzer ist der Zeitraum bis zur Erkrankung. (Quelle: Praktischer Tierarzt 94: Ausgabe 05, Seite 0429-0432 (2013))

Was verursacht Sommerekzem?
Beim Sommerekzem handelt es sich um ein multifaktorielles Geschehen, das von endogenen (innerlichen) und exogenen (äußerlichen) Faktoren beeinflußt wird.

Als Endogene Faktoren werden Stoffwechselstörungen, falsche Ernährung, Verfettung, Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Allergenen oder Noxen kategorisiert. Allen voran der Speichel bestimmter Mücken der Gattung Culicoides (Gnitzen), welcher beim Stich in die Haut gelangt. Enthaltene Eiweiße konnten hierbei als wesentlich identifiziert werden. Es handelt sich um eine IgE vermittelte Allergie vom Typ I.

Die Mechanismen der Typ-I-Allergie, die für den Menschen sehr gut erforscht sind, müssen bisher, obwohl sie erst teilweise belegt sind, für das Pferd übernommen werden. Der genaue Ablauf und das Versagen der körpereigenen Regulation der Immunreaktion ist hierbei noch Gegenstand zahlreicher Forschungen.

Bei der Typ-I-Allergie kommt es beim Erstkontakt mit einem Allergen zu einer symptomlos verlaufenden Phase der Sensibilisierung des Immunsystems. Aber es werden dabei allergen-spezifische IgE-Antikörper gegen normalerweise für den Organismus harmlose Antigene gebildet, die dann beim Zweitkontakt mit dem betreffenden Allergen eine allergische Reaktion auslösen. Eine genetische Disposition ist erwiesenermaßen ebenfalls vorhanden und soll in Zukunft durch einen Gentest nachweisbar sein.

Als Exogene Faktoren werden klimatische Veränderungen wie steigende Ozonwerte und das Auftreten der Culicoides spp. genannt. Die 2-3 mm großen Mücken mit über 100 Arten, entwickeln mehrere Generationen über einen Sommer. Nur die Weibchen saugen Blut. In Ländern wo es kein Auftreten der Culicoides spp. gibt, tritt auch kein SE auf.

Haltungsbedingungen und Rangstellung des Pferdes in der Herde sind ein weiterer Faktor. Hautreaktionen werden häufig, genau wie auch beim Menschen, durch Stress hervorgerufen und/oder verstärkt. Besonders anfällig hierfür sind Kleinpferde, die beispielsweise in der Herde unterdrückt werden.

Klinisches Bild
Betroffen sind vor allem Hautareale, die Gnitzen bevorzugt befallen: Der Mähnen- und Schweifansatz, die Rückenlinie, die Kruppe, das Gesicht und die Ohren.

Die Pferde werden durch den Stich von einem quälendem Juckreiz geplagt, der sie zu ständigen Scheuern treibt. Die dadurch verursachten Hautläsionen können zu Sekundärinfektionen mit Pilzen und Bakterien führen. Die Symptome reichen von anfangs nur senkrecht stehenden Haaren durch die Hautschwellung bis hin zu Überempfindlichkeit gegen Berührungsreize, Verhornung der Haut, Schuppen, Hypertrophie der Haut mit typischen Querfalten, Krusten und Haarverlust vor allem der Langhaare.

Diagnose
Für die Diagnose ist das Abklingen der Symptome in der kalten, also insektenfreien Jahreszeit (je nach Region von Dezember bis März) wichtig.

Mögliche Untersuchungsmethoden

Intracutan Test (relativ zuverlässig, aber aufwändig)
Messung des Serum-IgE-Spiegels mittels ELISA (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) = antikörperbasiertes Nachweisverfahren
Funktionelle In vitro Tests HRT (histamine release test) oder CAST (Cellular-Antigen-Stimulationstest)
Ein genauerer diagnostischer Ansatz ist die Untersuchung der Vorgänge auf der Ebene der für die Typ-I-Allergie typischen Zellen: basophile Granulozyten und Mastzellen, die Mediatoren (Botenstoffe) ausschütten können. Diese Ausschüttung ist ein Indikator für die Allergiebereitschaft des Organismus. Die isolierten basophilen Granulozyten werden mit dem entsprechenden Allergen inkubiert. Eine Sensibilisierung wird dann über die nachfolgende Freisetzung von Mediatoren qualitativ und quantitativ beurteilt.

Schulmedizinische therapeutische Möglichkeiten für das Sommerekzem
Spezifische Immunotherapie (SIT)

Für die Typ-I-Allergien steht bislang als einziger kausaler Therapieansatz die spezifische Immunotherapie (SIT), auch Hypo- oder Desensibilisierung genannt, zur Verfügung. Hierbei ist das Ziel, die überschießende Immunreaktion zu reduzieren und wenn möglich abzustellen, so dass eine Verringerung oder sogar ein Verschwinden der allergischen Symptome erreicht werden kann. Das Prinzip ist dabei, zunächst niedrige, im Verlauf der Therapie ansteigende Dosen dem Patienten zu injizieren. Üblicherweise wird eine Langzeit-SIT durchgeführt, da die Dosis des applizierten Allergens aus Sicherheitsgründen nur langsam gesteigert werden kann. Dies kann Jahre dauern.

Andere therapeutische Möglichkeiten

Zur Linderung ist der Einsatz von entzündungshemmenden und immunsuppressiven Kortikosteroiden teilweise verbreitet. Sie werden zur symptomatischen Behandlung allerdings mit zeitlich sehr begrenztem Erfolg eingesetzt und haben bei langfristigem und häufigem Einsatz oft ausgeprägte Nebenwirkungen (Hufrehe, Wundheilungsstörungen, Infektanfälligkeit

Als Alternative werden in der Praxis häufig auch Therapien mit Ökozon, Allergostop® I (Gegensensibilisierung nach Theurer), der Hautpilzvaccine Insol® Dermatophyton oder dem Immunmodulator Baypamun® (Umstimmung), uvm. angewandt, die jedoch nach unseren Erkenntnissen keinen zuverlässigen Erfolg aufweisen können.

Möglichkeiten zur Prävention des Sommerekzems
Von größter Bedeutung ist in der Praxis das Vermeiden des Fliegenkontakts, soweit dies unter den vorhandenen Bedingungen möglich ist. Hierzu gehören das Auftragen von Insektenrepellentien, das Anlegen von Ekzemerdecken, sowie das Aufstallen der Pferde zu den bekannten Flugzeiten der Mücken, sowie die Optimierung der Haltungsbedingungen durch saubere Ställe und das Beseitigen von Brutmöglichkeiten für die Culicoides.

Homöopathische Behandlungsmöglichkeiten bei Allergien

Aus einer Vielzahl von Mitteln kann zum Beispiel das homöopathische Kombinationsmittel Engystol® ad us. vet. die Immunantwort weg von der für allergische Reaktionen typischen Th2-Zell-Antwort hin zur Th1-Immunantwort zu modulieren. Hier wird die umstimmende Wirkung auf das Immunsystem genutzt.

Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie steht der Gedanke im Vordergrund, dass bei jeder Krankheit natürliche Heilungsvorgänge anlaufen müssen. Durch die gezielte Reiztherapie kann die Regulationsfähigkeit des Organismus verbessert werden.

Ganzheitlicher Ansatz mit Hilfe von effektiven Mikroorganismen (EM)

Obengenannte Ansätze und Methoden ermöglichen keinen dauerhaften, nebenwirkungsfreien und effizienten Therapieerfolg. Mit dem Einsatz der qualitativ hochwertigen EM-Serie werden jedoch weitere Aspekte berücksichtigt, ohne die eine Heilung nicht möglich ist:

Konsequenter Aufbau der Darmflora
Entgiftung des Organismus
Aktivierung der Stoffwechselaktivität
optimale Versorgung des Organismus
Entlastung des Immunsystems durch einen gesunden Darm
Gerade beim Pferd stellt die Darmflora den wichtigsten Baustein zur Verdauung und Gesundheit dar, der größte Teil des Immunsystems ist in den Peyerschen Plaques und Lymphknoten um den Darm angeordnet und steht direkt damit in Verbindung. Sämtliche Verdauungsvorgänge im Pferdedarm sind von der Mikrobentätigkeit abhängig, eine Verdauung der pflanzlichen Cellulose ist allein durch körpereigene Enzyme nicht möglich, bakterielle Aktivität ist dazu notwenig. Die großen Gärkammern von Dick- und Blinddarm bieten dazu ausreichend Raum. Bereits allein durch die schiere Größe des Verdauungstrakts wird klar, dass bereits geringe Veränderungen in der Zusammensetzung dieser Mikrobenflora z.B. durch chemische/synthetische Mittel wie Medikamente, Pestizide oder auch Pilzgifte weitreichende Folgen haben dürften.

Laktobazillen (Milchsäurebakterien) schützen bei vermehrtem Vorkommen vor Allergien, und verringern die Fehlbesiedelung des Darms die durch Arzneimittel, Antibiotika, Antiparasitika, Lebererkrankungen, anatomische Anomalien, Nährstoffdefizite, pathogene Keime und Infektionen sowie durch verunreinigtes Wasser und Futter entstanden sein können.

EM-Produkte für die Behandlung des Sommerekzems!
EM’s sind eine Mischung von über 80 verschiedenen Arten von anaeroben und aeroben Mikroorganismen, die über lange Zeit zusammen im Gleichgewicht bleiben. Die Mischung der Mikroben ist so konzipiert, daß die einen von den Stoffwechselprodukten der anderen leben (selbstreinigende Mischung). Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien bilden hierbei die größten Gruppen in EM.

Für die nachhaltige Gesundheit Ihres Pferdes wird der Einsatz von effektiven Mikroorganismen sowohl innerlich als auch äußerlich empfohlen.

Zur Unterstützung des Leberstoffwechsels

MOMO-AKTIV HORSE HEPAR Plus

ist ein überaus wirksames Mineralergänzungsfuttermittel mit hoch aktiven Bentonit-Montmorillonit, welcher verschiedenste Gifte (Toxine), belastende Stoffwechselprodukte und freie Radikale effektiv binden kann und die Ausscheidung über den Kot fördert. Durch die besondere Zusammensetzung aus Bentonit-Montmorillonit, speziell ausgewählten heimischen und ayurvedischen Kräutern sowie effektiven Mikroorganismen wird der Leberstoffwechsel optimiert und so die Gesundheit und Leistungsbereitschaft des Pferdes unterstützt. Die Leber ist die Entgiftungszentrale des Körpers!

Zur Unterstützung der Darmflora (innerliche Anwendung)

PEGASUS

Besonderes Futtermittel mit Lein- und Flohsamen speziell für Pferde. Pegasus gibt Impulse an die besonderen Begebenheiten der Blinddarm-Verdauung der Tiere und unterstütz den gesunden Stoffwechsel.

Zusammensetzung:
Wasser, Bio-Zuckerrohrmelasse, Fermentierter Kräuterextrakt Urlösung (extrahiert aus Kümmel*, Schafgarbe*, Anis*, Fenchel*, Birkenblätter*, Goldrute*, Rosmarin*, Pfefferminze*, Eibischwurzel* und Himbeerblätter*), Leinsamen* und Flohsamenschalen*
*aus biologischem Anbau

Topdress – Futterbokashi

Ergänzungsfuttermittel zur Stärkung des Immunsystems.

BioGetreidespelzen werden mit Fermentiertem Kräuterextrakt und Zuckerrohrmelasse fermentiert. Während der Fermentation entstehen Vitamine, Enzyme und Antioxidantien, die die Gesundheit fördern und den Stoffwechsel entlasten.

Zur Unterstützung der Haut (äusserlich)

EM-aktiv oder EM-blond

Zu behandelnde Stelle mit EM-aktiv oder EM-blond (1:10) waschen und anschließend mit EM-Paste einreiben. Vorgang ggf. wiederholen. Paste löst sich von selbst.

EM-Paste-Pulver

Die EM-Paste besteht aus gleichen Anteilen von EM-Keramikpulver und BIO-LIT Urgesteinsmehl (feinst gemahlener Diabasfelsgestein, ein reines Naturprodukt vulkanischen Ursprungs) und unterstützt die Heilung Ihres Pferdes bei Mauke / Sommerekzem und kann auch bei der Hufpflege / Strahlfäule eingesetzt werden.

Fr. Dr. med. vet. Petronilla Wimmer

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